Die Glocke, Gütersloher Volkszeitung 05.04.2017

Integration

Gütersloh - Integration gelingt vor allem durch Menschlichkeit, gegenseitige Achtung und den Mut, neue Wege zu gehen. Das ist die Erfahrung zweier Partnerschulen, die auf einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung am Montag vor etwa 200 geladenen Gästen innovative Integrationskonzepte vorstellten.

Die israelische Bialik-Rogozin-Schule aus Tel Aviv und die UNESCO-Schule in Essen unterrichten Schüler aus jeweils mehr als 50 verschiedenen Ländern und führen eine im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Anzahl ihrer Schüler erfolgreich zum Abitur: Und beide setzen dabei auf besondere pädagogische Formate und Angebote.

Von Seiteneinsteigerklassen bei der UNESCO-Schule Essen bis zu speziellen Sprachangeboten für Eltern an der Bialik-Rogozin-Schule. Was sich aus dem Erfolg beider Einrichtungen für die Integration lernen lässt, wurde an diesem Abend intensiv diskutiert.

Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, sagte hierzu: "Um die Zukunft unserer Gesellschaft zu sichern, müssen wir bei den Kindern beginnen und bereit sein, von der Welt zu lernen. Gerade Regionen mit viel Industrie, wie das Ruhrgebiet oder auch Ostwestfalen, sind auf gelingende Integration junger Menschen angewiesen." Weitere Erkenntnis des Abends: Die schüler aus Tel Aviv und die Schüler aus Essen seien nicht zu unterscheiden, heißt es in einer Mitteilung der Bertelsmann-Stiftung. Daran sehe man gelungene Integration.