Medienkonzept

... wer nicht fragt, bleibt dumm!

Telefonkonferenz, 13.11.2019

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Auf der heutigen Telefonkonferenz haben wir beschlossen, eine Online-Umfrage zu unserem Medienkonzept mit allen Kollegen*innen, den Schüler*innen und den Eltern durchzuführen.

Für die Umfragen werden Google-Formulare verwendet. Alle Adressaten der Umfrage erhalten einen Link bzw. QR-Code, der zu dieser Umfrage führt. Die Kollegen*innen erhalten diese Information per "Hauspost", die Schüler*innen als kopierten Hinweis durch die Klassenlehrer und die Eltern mittels eines Elternbriefes bzw. als (schriftliche) Information während des Elternsprechtages und des Tages der Offenen Tür.

Wir erhoffen uns Ergebnisse, die uns einen klaren Blick auf die Einschätzung des Status Quo einerseits und die Bedarfe andererseits erlauben.Diese Ergebnisse bieten eine gute Basis für eine breit aufgestellte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gleichzeit geben sie Orientierung in der Aussschärfung unseres Medienkonzeptes. 

Hinsichtlich des Status Quo fragen wir z.B. nach bereits gemachten Erfahrungen mit und der Einstellung zu dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht, der Verfügbarkeit und Einsatzfähigkeit von Endgeräten oder etwa der Selbsteinschätzung zu verschiedenen Bereichen der Medienkompetenz.

Andererseits interessiert uns aber auch der Bedarf nach Fortbildung, Aufklärung, Zusammenarbeit und (medien)pädagogischen Inhalten.

 

Zweites Thema war das anstehende Igeltreffen am 19.11.2019.

Unmittelbar vor dem Eltern-Schülersprechtag werden wir uns mit den Igeln der Fachschaften bei einer Pizza zusammensetzen. Hr. Kammer wird eine generelle Einführung in das Thema und v.a. in die Sinnhaftigkeit der zu erwartenden Arbeit geben. Hr. Görgens gibt einen Überblick über die bereits getätigte und geplante Arbeit der Mediengruppe. Hr. Scheding wird den Medienkompetenzrahmen, die Arbeitsaufträge an die Fachschaften sowie das dazugehörige Arbeitsmaterial vorstellen. Anschließend bleibt noch Zeit für Fragen und Visionen ;-) 

 

That's one small step for man, one giant leap for a Medienkonzept

Einleitung zum Medienkonzept, 28.10.2019

In einer Telefonkonferenz hat die Mediengruppe eine vorläufige Version der Präambel unseres Medienkonzeptes auf den Weg gebracht, die nun öffentlich diskutuert werden kann und soll. Wir sind ein wenig stolz.

 

Hier, bitte:

 

Einleitung

(Stand 28.10.2019)

 

Technologie ist nichts. Wichtig ist, Vertrauen in Menschen zu haben, dass sie grundsätzlich gut und smart sind – und wenn man ihnen gute Werkzeuge an die Hand gibt, dann tun sie damit wunderbare Dinge.

Steve Jobs

 

Die globale Gesellschaft befindet sich gegenwärtig in einem Wandel bisher unerreichter Geschwindigkeit und wird mit Fug und Recht als Informationszeitalter bezeichnet. Dies ändert die Handhabung von und den Umgang mit Informationen grundsätzlich (E-Privacy, E-Government, Liquid Democracy, Allverfügbarkeit von Wissen, IoT, 3-D-Printing, Künstliche Intelligenz, Soziale Netzwerke, u.v.m.).

Schulische Bildung an der UNESCO-Schule zielt auf die vielseitige Bildung der Schüler zum sachkundigen, mündigen und engagierten Weltbürger. Eine vielseitige Bildung umfasst dementsprechend die Fähigkeit zur produktiven und kreativen Nutzung moderner Medien zur Kommunikation und Kollaboration im Sinne kritisch-demokratischer Partizipation.

Dabei steht Schule in Hinblick auf diese gesellschaftlichen Veränderungen und Anforderungen vor einer Grundsatzentscheidung:

  • Sie versteht sich als Schutzraum, der Heranwachsenden hinreichend Schutz vor schadhaften Einflüssen bietet, um ihre Entwicklung bestmöglich zu fördern.
  • Schule ist ebenso Sozialisationsinstanz mit dem Auftrag zur Vermittlung gesellschaftlich notwendiger Grundfertigkeiten. Eine wachsend technologisierte Demokratie erfordert eine entsprechende demokratisch-partizipative Befähigung der Bürger, zumal die zentralen Leitmedien des Kulturzugriffs generationsübergreifend zunehmend digitaler Natur sind.

 

Wir sind der Überzeugung, dass Digitales und Analoges Lernen, sofern überhaupt scharf trennbar, nicht als Gegensätze zu verstehen sind. Digitale Medien verändern Lernprozesse – und wir können als Schule diese Veränderung durch strategische Planung zum Positiven nutzen. Gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie sie derzeit im 21. Jahrhundert beobachtet werden können, generieren eine Umwelt und ein soziales Gefüge, das schon lange nicht mehr mit den Methoden und Inhalten eines Schulsystems, welches den Anforderungen und Bedürfnissen einer Industriegesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts gehorcht(e), beantwortet werden kann. Eine neue Realität verlangt eine neue Didaktik und ein Umdenken: administrativ, pädagogisch und didaktisch. Dies gilt sowohl für die Nutzung und Reflektion möglicher Technologien, als auch zuvorderst für eine Neugewichtung und -orientierung der zu vermittelnden Inhalte. Schließlich ist es Aufgabe der Schule, junge Menschen innerhalb ihrer Gegenwart zu bilden und zu erziehen, sowie bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten. Dies kann nur gelingen, indem sich Schule proaktiv den Herausforderungen einer digitalisierten Welt des 21. Jahrhunderts stellt und die sich daraus ergebenden Chancen zum Besten der Heranwachsenden nutzt.

Das vorliegende Medienkonzept reflektiert und strukturiert die hierfür notwendigen Schritte zur zielgerichteten Vermittlung von Medienkompetenz.

Ziel des Medienkonzeptes ist nicht der Definition eines Status Quo. Vielmehr geht es um die Aufrechterhaltung von Reflexions- und Veränderungsprozessen, um den wandelnden medialen und gesellschaftlichen Anforderungen und Chancen gerecht zu werden und sie optimal einzusetzen.

 

Folgende Grundsätze sind dabei für uns handlungsleitend:

  • Die Implementierung eines Medienkonzepts ist zu verstehen als ganzheitlicher, komplexer Schulentwicklungsprozess.
  • Technik und Medien haben dabei keinen „Zweck an sich“, sondern stets dienende Funktion unter dem Primat der Didaktik.
  • Werkzeuge prägen unser Denken. Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung verändern die menschliche Lebenswelt und dessen Rezeption. Schule muss auf diese Veränderung reagieren.
  • Medien haben dualen Charakter: Einerseits sind sie selbst Lerninhalte, die erworben werden müssen, andererseits stellen sie Mittel dar, Inhalte zu lernen. Digitale Medien sind Lerninhalt und inhaltlicher Vermittler gleichermaßen.
  • Folglich gilt es, Schüler in den Dimensionen Wissen und Kritikfähigkeit, Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit zu schulen.
  • Mitverantwortlich für eine erfolgreiche Implementierung ist die Fokussierung des Veränderungsmanagements auf das grundsätzliche Mindset der Beteiligten, ohne das schulweite Veränderung nicht tragfähig ist.
  • Die Implementation eines neuen Medienkonzeptes wird an vielen Stellen, im Sinne eines lernenden Systems, experimentellen Charakter haben. Mit Sicherheit auftretende Probleme werden als Lern- und Verbesserungsmöglichkeiten begrüßt und konstruktiv in das Konzept integriert. Scheitern ist erlaubt und wird als Lernmöglichkeit gefeiert.
  • Als Struktur folgt das Medienkonzept den Empfehlungen des Medienkompetenzrahmens NRW.

 

Im Folgenden sollen deshalb, ausgehend von einer Bestandaufnahme technischer wie unterrichtlicher Gegebenheiten, unterrichtliche wie außerunterrichtliche Elemente der Medienbildung strukturiert dargestellt werden, um konkrete Handlungsschritte für eine strategische Medienbildung abzuleiten.

 

Sharing is Caring

Mediengruppe 01.10.2019

Auf dem heutigen Treffen der Mediengruppe haben wir zwei Formate zum kollaborativen Arbeiten in der Gruppe bzw. auch bei Ausweitung der Beteiligten auf weitere Akteure beschlossen. 

Zum einen wird die Konzeptplanung mit Hilfe von Office 365 in einem dynamischen Dokument, welches sich stetig über fortschreitende Versionen ändert, zusammengefasst. 

Die Bestandsaufnahme über derzeit schon laufende Projekte und Unterrichtsinhalte als erster Schritt zur Erstellung eines Medienkonzeptes wird über ein cryptpad.fr erfolgen. Cryptpad erlaubt ebenfalls kollaboratives Arbeiten mehrerer Akteure an einem Dokument. Der Aufbau des cryptpads orientiert sich dabei sowohl inhaltlich als auch strukturell an dem Medienkompetenzrahmen NRW.  

Die Tools und Abläufe des kollaborativen Arbeitens können sich jederzeit verändern und dürfen auch mal scheitern. Wir wollen in der Mediengruppe mutig sein und mit verschiedenen Ansätzen experimentieren – jeder Fehler ist eine großartiger Ansatz, Neues zu lernen 😉 

Digitaler Laubhaufen

Mediengruppe, 11.10.2019

Die Pionierin des deutschsprachigen Webs, Kathrin Passig, schreibt in ihrem Aufsatz "Neue Technologien, alte Reflexe", erschienen in dem Sachbuch "Routenplaner#digitaleBildung" man (z.B. Schulen) möge...

[...] eine Umgebung schaffen, die [es] für einen selbst oder das eigene Unternehmen leichter macht, mit dem Neuen zu experimentieren. Es ist wie mit dem Igel im Garten. Igel im Garten sind beliebt, aber wenn man einen haben möchte, geht man nicht auf die Suche nach einem Igel. [...] [W]enn man eine igelfreundliche Umgebung schafft, kommen sie von allein. Für Igel ist diese Umgebung zum Beispiel ein Laubhaufen. Für die eigene Fähigkeit, sich an die Gegenwart anzupassen, mit der Gegenwart zurechtzukommen, heißt das, dass man das Experimentieren erleichtern muss.

Die "Gegenwart" lässt sich in diesem Fall mit den Herausforderungen an die Bildung im 21. Jahrhundert im Rahmen einer digitalen Transformation - kurz dem Gravitationsfeld unseres Medienkonzeptes - übersetzen. Und die Igel sind die Kolleg*innen, die sich im digitalen Laubhafen tummeln, experimentieren und ihre Erfahrungen multiplizieren. Der Begriff vom Igel als fachverantwortlicher Ansprechpartner einer jeden Fachschaft unserer Schule war geboren.

Nun ja... da es sich ja dabei um den Igel für die MEDIEN im weitesten Sinne handelt, erfuhr der Igel auch gleich noch eine Taufe: Med-Igel

...albern sein kann manchmal großen Spaß machen!

Der MED-IGEL:

So? Oder so? Oder doch so?

 

Gearbeitet haben wir aber auch. Und wie! Taddaaa...eine Roadmap für die kommenden Monate.

 

Roadmap (Stand 11.10.2019)

  • Erarbeitung einer Präambel zum Medienkonzept durch KAM während der Herbstferien; Arbeitstreffen mit SED
  • dynamische online-Revision der Präambel durch alle Mitglieder der Mediengruppe (cloud-basiert)
  • unmittelbar nach den Ferien eine umfangreiche technische Bestandsaufnahme (GOR, OML + Hr. Landers und Hr. Karkutt (?))
  • Gespräch mit der Schulleitung zur Übertragung von Verantwortlichkeiten und "Rückenstärkuung" für den weiteren Prozess; Terminierung durch OML
  • zum 28.10.: Anschreiben an Fachschaften (SED)
    • Erklärung des Vorgehens
    • Aufforderung zur Benennung eines Igels (Medeinfachverantwortlichen) bis KW46
  • Freizugebenden OneDrive-Ordner mit Arbeitsmaterialien für die Fachschaften vorbereiten (z.B. Video zum Medienkompetenzrahmen NRW, Konzept des Pascal-GY Grevenbroich als Muster, Padlet des KTs zur Hilfestellung/Erstellung eines Medienentwicklungsplanes; Musterideen für Unterrichtsvorhaben, vorbereitete Bögen zum Ausfüllen etc.)
  • Konferenz mit den Vorsitzenden der FKs am 19.11.2019 (13.30 - 14.30); Ressourcenschonung durch vorbereitende Verknüpfung mit Implementation der neuen Richtlinien Sek I
    • Doodle-Abfrage über Teilnahme
    • wir bestellen Pizza
    • Essen + Arbeiten
  • FKs bearbeiten die Leitfragen zur unterrichtlichen Verankerung (vgl. Arbeitsmaterial im digitalen OneDrive-Ordner), angeleitet durch die Igel; Multiplikation der Präambel;  Verknüpfung bestehender UR und zu implementierender Inhalte mit den Hauptkompetenzen des Medienkompetenzrahmens NRW, verteilt auf die Jahrgangsstufen der Sek I und der Sek II; eine Ausschärfung auf die Teilkompetenzen erfolgt später; Deadline bis Ende Januar!
  • Integration der Ergebnisse der FKs in das Gesamtkonzept bis Ende Februar
  • Anschließend inhaltliche Ausschärfung; Changemanagement im Mindset; Möglichkeiten Schul- und Unterrichtskultur zu verändern und Kolleg*innen zu begeistern!

To boldly go where we have not gone before ...

Mediengruppe 27.09.2019

Erste Schritte auf den Mond werden es nicht werden, aber unbekannte Galaxien könnten wir durchaus entdecken. 

 

Nach einer Mandatierung durch die Lehrerkonferenz hat sich am 27.09.2019 die Mediengruppe der UNESCO-Schule mit dem Ziel gegründet, zum Ende des Schuljahres 2019/20 der Lehrerkonferenz ein Medienkonzept zur Abstimmung vorlegen zu können. 

 

Von li. n. re:Hr Scheding, Hr. Görgens, Hr. Omlor, Hr. Kammer (und in Abwesenheit Fr. Rüenauver)

 

Zunächst wurde das Ziel der Mediengruppe festgelegt: 

Erarbeitung eines schuleigenen Medienkonzeptes als Beschlussvorlage zur letzten Lehrerkonferenz im Schuljahr 2019/20  

 

Des Weiteren haben wir uns auf folgende Grundsätze geeinigt: 

  1. Die Erstellung eines Medienkonzept wird als ganzheitlicher, komplexer Schulentwicklungsprozess anerkannt. 
  2. Die Schule ist ein lernendes System. Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens gilt sowohl für Schüler*innen als auch für Lehrer*innen. 
  3. Technik und Medien haben eine dienende Funktion unter dem Primat der Didaktik. 
  4. Das Medienkonzept orientiert sich am Medienkompetenzrahmen NRW. 
  5. Der Fokus des Veränderungsmanagements liegt auf dem Mindset der Beteiligten. Es muss darum gehen, Wissen zu schaffen, Einsicht in die Sinnhaftigkeit eine Medienkonzeptes zu ermöglichen und das Bewusstsein über die Selbstwirksamkeit aller Beteiligten zu stärken. Eventuelle Widerstände und Verlustängste müssen ernst genommen und ggf. behutsam "abgefedert" werden. Das Schülerhandy ist momentan das fast ausschließliche Endgerät, das den Schüler*innen zur Verfügung steht. Ein kategorisches Handyverbot ist kontraproduktiv. Vielmehr gilt es im offensiven Umgang didaktisch geleitet die Möglichkeiten einer Handynutzung im Unterricht auszuloten. 
  6. Wir verfolgen generell einen Wechsel von der konsumtiven zur kreativen Nutzung (4-K Modell) medialer Endgeräte und Applikationen.