Mit diesem herzlichen Gruß wünscht man sich im Judentum einen schönen Sabbat, also eine schöne und besinnliche Zeit des Innehaltens und des Gebets in der Synagoge und im Kreise der Familie.

 

Dass der Sabbat am Freitagabend mit einer besonderen Sternenkonstellation beginnt und in selber Art und Weise am Samstag endet, war nur eine der vielfältigen Informationen, welche die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 der UNESCO-Schule beim Besuch der Alten Synagoge Essen in Erfahrung bringen konnten. An zwei Terminen standen die Pforten des ehemaligen jüdischen Gotteshauses weit offen und es bot sich den Schülerinnen und Schülern, zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Lichtenstein (Praktische Philosophie) sowie ihren Lehrern Herrn Dr. Kirstein (Ev. Religion), Herrn Fuhrmann (Kath. Religion) und Herrn Johannknecht (Praktische Philosophie), die Gelegenheit, in einem Workshop zum Thema „Jüdische Feste“ aktiv zu werden. Neben einer ausführlichen Führung durch das zu großen Teilen nach dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der NS-Diktatur rekonstruierte Gebäude wurde an beiden Terminen von einem kompetenten Referententeam über zwei zentrale jüdische Feste, den Sabbat und den Sederabend im Rahmen des Pessach-Festes, informiert. Hierbei standen neben historischen Aspekten zur Geschichte des Judentums viele verschiedene Symbole im Zentrum des Interesses, welche sich sogar bis in die Auswahl und Zubereitung der Speisen hineinreichen. Der ein oder andere lebenspraktische Tipp stand ebenso auf dem Plan. So staunten einige der Schülerinnen und Schüler nicht schlecht, als sie erfuhren, wie einfach die Herstellung von sogenannten Matzen (ungesäuerte Brote) ist. Die Verkostung von selbigem durfte hier natürlich auch nicht fehlen. Die offene und freundliche Atmosphäre in der Kultur- und Begegnungsstätte „Alte Synagoge“ ermöglichte es, viele Fragen rund um die jüdische Religion zu klären und die teilweise vorhandenen Berührungsängste zu mindern.

In diesem Sinne – Lehitra'ot! – Auf Wiedersehen!

Fuhrmann